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Wie hoch ist die Bildrate?

Tasa de Fotogramas o FPS.

Die Bildrate ist die Anzahl der Bilder oder Frames, die ein Gerät pro Sekunde anzeigt oder aufzeichnet. Sie wird in Bildern pro Sekunde (fps) gemessen.

Die Anzahl der Bilder pro Sekunde spielt eine wichtige Rolle bei der Darstellung und Wahrnehmung von Bewegung in Videos, Filmen, Animationen und Videospielen. Die Bildrate bestimmt, wie viele Bilder pro Sekunde angezeigt oder aufgezeichnet werden. Diese Rate hat mehrere Funktionen und Auswirkungen auf das visuelle Erlebnis des Nutzers:

  • Bewegungswahrnehmung: Damit das menschliche Auge eine Reihe von Standbildern als kontinuierliche Bewegung wahrnehmen kann, ist eine bestimmte Bildrate erforderlich. Unterhalb einer bestimmten Grenze nehmen wir Bewegung als „abgehackt“ oder „ruckelig“ wahr.
  • Flüssiges Sehen: Eine höhere Bildrate führt in der Regel zu einer flüssigeren Wiedergabe. Ein Video mit 60 Bildern pro Sekunde sieht zum Beispiel flüssiger aus als eines mit 24 Bildern pro Sekunde. Das macht sich vor allem bei schnell bewegten Szenen bemerkbar.
  • Stil und Ästhetik: In manchen Kontexten kann eine bestimmte Bildrate aus stilistischen Gründen gewählt werden. Zum Beispiel verwenden viele Filme 24 Bilder pro Sekunde, weil diese Rate seit jeher mit dem „Kino-Look“ in Verbindung gebracht wird.
  • Leistung und Fähigkeit: Bei Videospielen kann die Bildrate einen Hinweis darauf geben, wie gut die Hardware funktioniert. Wenn ein Spiel unter eine bestimmte Rate fällt, kann das ein Zeichen dafür sein, dass der Computer oder die Konsole Schwierigkeiten hat, Informationen schnell zu verarbeiten.
  • Interaktion und Reaktionsfähigkeit: In interaktiven Umgebungen wie Videospielen oder Virtual-Reality-Anwendungen ist eine hohe Bildrate nicht nur für die visuelle Wahrnehmung, sondern auch für die Reaktion und Interaktion der Nutzer/innen entscheidend. Eine höhere Bildrate kann zu einem reaktionsschnelleren Erlebnis führen.
  • Virtual Reality-Komfort: Bei Virtual-Reality-Plattformen ist eine hohe Bildrate wichtig, um Motion Sickness zu verhindern und ein komfortables Nutzererlebnis zu ermöglichen.

Wie wir gerade besprochen haben, beeinflusst die Bildrate das Nutzererlebnis, aber nicht alle Geräte müssen die gleiche Anzahl von Bildern pro Sekunde bieten. Hier ist die gängigste FPS-Zahl in verschiedenen Branchen:

  • Kino: Traditionell werden Filme mit 24 Bildern pro Sekunde aufgenommen. Diese Rate ist seit langem der Standard, weil sie ein natürliches Bewegungsbild vermittelt und gleichzeitig die Menge des verwendeten Films schont.
  • Fernsehen: Je nach Land und Fernsehnorm sind 25 fps (PAL, hauptsächlich in Europa verwendet) oder 30 fps (NTSC, hauptsächlich in Nordamerika verwendet) üblich.
  • Videospiele: In diesem Bereich ist eine höhere Bildrate oft wünschenswert, weil sie die Action flüssiger wirken lässt. Es ist üblich, dass Spiele eine Bildrate von 60 fps oder mehr anstreben, obwohl die Fähigkeit einer Konsole oder eines PCs, dies zu erreichen, von ihrer Hardware und den grafischen Anforderungen des jeweiligen Spiels abhängt.
  • Virtual Reality: Für VR sind hohe Bildraten entscheidend. Eine niedrige Rate kann dazu führen, dass sich die Nutzer/innen schwindelig oder desorientiert fühlen. In der Regel solltest du mindestens 90 Bilder pro Sekunde erreichen, um ein angenehmes Erlebnis zu haben.
  • Hochgeschwindigkeitskameras: Das sind Spezialkameras, die mit extrem hohen Bildraten aufnehmen können, oft mit Tausenden oder sogar Zehntausenden von Bildern pro Sekunde. Sie werden vor allem eingesetzt, um sehr schnelle Ereignisse wie Explosionen oder wissenschaftliche Experimente aufzunehmen und sie dann in Zeitlupe wiederzugeben.

Die genaue Grenze der Bilder pro Sekunde (fps), die das menschliche Auge wahrnehmen kann, zu bestimmen, ist komplex und umstritten, weil die visuelle Wahrnehmung nicht nur auf „Bildern“ basiert, wie es bei digitalen Geräten der Fall ist. Einige Aspekte müssen berücksichtigt werden.

  • Es wird davon ausgegangen, dass das menschliche Auge mindestens 16 bis 24 Bilder pro Sekunde benötigt, um eine Reihe von Bildern als kontinuierliche Bewegung wahrzunehmen. Unterhalb dieses Bereichs wirkt die Bewegung abgehackt.
  • Je höher die Bildrate ist, desto flüssiger wird die Wahrnehmung von Bewegung. Die meisten Menschen können den Unterschied zwischen z. B. 30 und 60 Bildern pro Sekunde erkennen, vor allem in Szenarien mit viel Bewegung, wie bei Videospielen oder Sport.
  • Bei mehr als 60 Bildern pro Sekunde nimmt die Fähigkeit des menschlichen Auges ab, Verbesserungen der Flüssigkeit zu erkennen. Das heißt, obwohl es technisch gesehen einen Unterschied zwischen 120 fps und 240 fps gibt, würden die meisten Menschen ihn unter normalen Bedingungen kaum bemerken.
  • Die Fähigkeit, Unterschiede in der Bildrate zu erkennen, kann von Person zu Person unterschiedlich sein. Manche Menschen, vor allem diejenigen, die an bestimmte Arten von Inhalten gewöhnt sind (z. B. professionelle Videospieler/innen), reagieren möglicherweise empfindlicher auf Unterschiede in der Bildrate.
  • Die Wahrnehmung kann auch von der Art des Inhalts, der Bewegung in der Szene, der Bildschirmqualität, der Bildwiederholfrequenz und anderen technischen Faktoren beeinflusst werden.

Autor

Mit einem Abschluss in Psychologie und einer Leidenschaft für Flamenco-Gitarre und Brettspiele hat mich mein beruflicher Weg tief in den komplexen Zusammenhang zwischen menschlichem Verhalten und Marketing geführt. Über die Jahre habe ich meine Fähigkeit verfeinert, Marktrends und Verbraucherreaktionen zu analysieren und zu interpretieren. Im The Color Blog verbinde ich meine psychologischen Erkenntnisse mit meiner Liebe zum Schreiben und biete einzigartige Perspektiven auf Marketing, Geschichte und die menschlichen Interaktionen, die unser digitales Zeitalter prägen.View Author posts

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